Der Architekt Reinhold Jäcklein vom gleichnamigen Büro aus Volkach zeigte anhand von Bildern den derzeitigen Zustand. Im Gaststättengebäude kamen im Erdgeschoss und im Obergeschoss alte vitale Blockbohlendecken zum Vorschein, die aus dem Jahr 1675 stammen sollen.
Die Planung sieht vor, dass das Fachwerk an der Außenansicht wieder rekonstruiert wird. Der Zwischenbau von Gaststätte und Hotel wird abgebrochen und durch einen unterkellerten Neubau ersetzt. Er kann zur Hofseite geöffnet werden und schafft eine optimale Verbindung zum Innenhof. Der hofseitige Anbau an der Gaststätte entfällt.
Aus praktischen und wirtschaftlichen Gründen wird es künftig einen Eingang für die Gaststätte und das Hotel über den Hof von der Bauernwirtsgasse geben. Im Erdgeschoss mit teilbaren Bereichen werden insgesamt 113 Sitzplätze entstehen, in dem attraktiven Innenhof sind weitere 56 Plätze vorgesehen. Im Kellergeschoss der Gaststätte, welches noch zur Erhaltung einer akzeptablen Raumhöhe weiter ausgekoffert werden muss, werden die Gäste WC-Anlagen eingebaut. Im Keller des Zwischenbaus sind Abstellflächen, technische Anlagen und ein barrierefreies WC, das über einen Aufzug zugänglich ist, geplant.
In den beiden Obergeschossen sowie im 3. Geschoss des Hotels sind insgesamt 18 großräumige Fremdenzimmer geplant. Auf dem Dach des zweigeschossigen Zwischenbaus können sich die Hotelgäste auf einer Terrasse im Freien aufhalten.
Die technischen Details zu Sanitär, Heizung und Lüftung erläuterte Daniel Hetzel vom beauftragten Ingenieurbüro Thomas Klug, Bamberg. Die Warmwasserbereitung ist über Durchlauferhitzer geplant, im Gastronomiebereich ist ein Fettabscheider und für die Entwässerung eine Hebeanlage erforderlich. Auf der Flachdachterrasse soll zur Beheizung eine neue Wärmepumpe installiert werden, zu Spitzenzeiten werden die bestehenden Gasthermen eingesetzt. Die Belüftung des Gastraumes erfolgt in neuralgischen Bereichen über ein zentrales Gerät im Kellergeschoss.
Die geschätzten Kosten bezifferte der Architekt für die Gaststätte auf rund 5 Mio. € und für das Hotel auf rund 5,5 Mio. € brutto.
Die Kosten summierten sich aufgrund des aktuellen Gebäudezustandes, der Forderungen der Fachbehörden, der technischen Einrichtungen und auch der Kostensteigerungen im Bauwesen, so Bürgermeister Maciejonczyk. Er wies darauf hin, dass die Maßnahme der beiden Gebäude eine beachtliche Kubatur von 6.000 m³ umfasst. Mit der Vorentwurfsplanung werden nun die möglichen Fördergeber wie Denkmalbehörde, Oberfrankenstiftung und die Regierung von Oberfranken für Städtebauförderungsmittel angefragt. Außerdem sei der Markt Burgebrach in diesem Bereich als Betrieb gewerblicher Art vorsteuerabzugsberechtigt und spare damit 19 %. Der Marktgemeinderat stimmte den Ausführungen einstimmig zu. Nach allen Vorplanungen und den noch ausstehenden Genehmigungen könnte im April 2026 mit der eigentlichen Baumaßnahme begonnen werden. Bei positivem Verlauf könnte der Gasthof „Goldener Hirsch“ im Dezember 2027 wieder zu neuem Leben zu erwachen.
